• Ralph Ludwig

Mining in Downunder: Coober Pedy


Coober Pedy, die Welt-Opal-Hauptstadt zwischen Adelaide und Ayers Rock. Wie eine schwarze Schlange zieht sich die Straße von Melbourne schnurgerade durch die Wüste – 2.500 Kilometer lang. Der Weg ist abenteuerlich, die Hitze fast unerträglich. 45 Grad im Schatten, wenn es den wirklich gäbe. Nach 16 schweißtreibenden Stunden am Ziel: Coober Pedy, die Stadt der Opalsucher. Den Namen gaben die Aborigines dem unwirtlichen Flecken: „Weißer Mann im Loch“.

Was in den Schächten bis zu 30 Meter unter der sengenden Hitze abgetragen wird, rauscht durch dicke Saugleitungen nach oben. Dort steht der "Blower”, ein zum riesigen Staubsauger umgebauter Laster. Auf seiner Ladefläche steht ein Dieselmotor mit mehr als 300 PS der das mächtige Gebläse antreibt. In dicken Behältern, Zyklone genannt, bleiben sie hängen, während dahinter Erde herabrieselt und eine weiße Staubfontäne in den Himmel schießt.

Weil es an der Oberfläche so unerbittlich heiß und staubig ist, arbeiten die Männer von Coober Pedy nicht nur unter der Erde, sie leben auch dort. Selbst Hotel, Kirche und Krankenhaus fehlen nicht. Einzig die dicken Belüftungsrohre zeugen von den unterirdischen Anlagen.


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